ARMOR von Claudia Fährenkemper

Für die Ausstellung ARMOR von Claudia Fährenkemper sind aktuell vier neue Bilder von Samurai-Rüstungen in der Produktion. Die anderthalb Meter großen Pigmentdrucke auf Fine-Art-Papier werden auf Aluminium-Verbundplatten mit Schattenfugenrahmen kaschiert und erweitern die Serie für die Ausstellung in der IHK-Galerie Siegen vom 31.8. bis zum 27.11 2017 (Koblenzer Str. 121, 57072 Siegen).

Claudia Fährenkemper: „Die ARMOR-Arbeiten widmen sich repräsentativen Prunk- und Turnierrüstungen, die eigens für Kaiser, Könige und große Feldherren zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert angefertigt wurden und die weltweit in bedeutenden Militaria- und Rüstungssammlungen anzutreffen sind.
Die Aufnahmen sind überwiegend in der Hofjagd- und Rüstkammer des Kunsthistorischen Museums Wien entstanden, aber auch in den Sammlungen des Braunschweigischen Landesmuseums, des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg und den Staatlichen Museen der Stadt Dresden. Aber auch die ungewöhnliche Ned-Kelly-Rüstung aus der State Library of Victoria im australischen Melbourne ist Bestandteil der Serie.
Form, Ausstattung und Emblematik der Rüstungen, ihre skulpturale Qualität faszinieren mich ebenso wie die Vorstellung, dass historische Personen diese Rüstungen als schützende Gehäuse leibhaftig getragen haben.
Die Aufnahmen sind als Brustportraits angelegt, da es mir nicht um die Dokumentation von unterschiedlichen Rüstungstypen geht, sondern um die skulpturale und materielle Präsenz der Harnische und somit der in absentia ,Portraitierten´.
Aus ihrem musealen Präsentationszusammenhang entbunden, fotografiere ich sie vor neutralem, meist dunklem Hintergrund, analog und mit vorhandenem Licht mit einer Großformatkamera.
Wesentlich dafür, wie der ferne Träger uns als menschliches Wesen hier vor Augen tritt, ist die Konzentration auf das Brustportrait, die Wahl der Perspektive, welche die Ausrichtung (Blickrichtung) und die Neigung des Helmes bestimmen. Auf diese Weise lassen uns die Brustportraits der Harnische nicht nur auf vergangenes Leben zurückblicken, sondern sie bieten auch Anlass, unser aktuelles Dasein im historischen Kontext zu reflektieren. Gleichzeitig aber lassen sie durch Anklänge an Science Fiction auch eine Ahnung vom vage Zukünftigen vor uns erstehen.
ARMOR erzählt von Glaube, Liebe, Hoffnung, von Verletzlichkeit, aber auch von Macht und Reichtum. Die Rüstungen demonstrieren außergewöhnliches handwerkliches Können, großen Aufwand, sowie wechselnde Moden, denen auch die Gestaltung der Harnische unterliegen.
Was bleibt von uns Menschen in unseren Artefakten erhalten und überdauert materiell, aber auch als kulturelles Erbe, geistige und emotionale Hinterlassenschaft die Jahrhunderte?
Die zunehmende Bedrohung durch Gewalt und Terror weltweit war Auslöser für meine Beschäftigung mit Rüstungen und Rittern seit 2010.“

 

OBSERVATIONS 2017

1. Int. Straßenfotografie-Festival Iserlohn 14. Juli - 23. Juli 2017

Die Städtische Galerie Iserlohn organisiert in Kooperation mit der Fotografenvereinigung "Observe Collective" das 1. internationale Straßenfotografie-Festival in Iserlohn. Vom 14.0Juli - 23. Juli werden an sieben verschiedenen Orten im Stadtgebiet Ausstellungen mit mehr als 400 Bildern von Fotografen, Studenten und verschiedenen Kollektiven gezeigt.
Die Straßenfotografie, die ihre ersten Blüten zu Zeiten des Surrealismus und der humanistischen Fotografie hatte, erlebt seit einigen Jahren durch spannende Aktionen, Wettbewerbe und das Internet eine einzigartige weltweite Renaissance, die Menschen zusammenführt und als Bewegung kulturelle, ethnische und geographische Grenzen überwindet. Diese Form des Austausches hat einen besonderen interkulturellen Dialogs enststehen lassen, der im besten Wortsinn Brücken baut. http://observations2017.de/

Wasserfeste Prints für EyeGoBananas vor der Kaschierung auf Alu-Verbund-Platten für die Ausstellung im feuchten Stollen.

Full Frontal Flash und EyeGoBananas im Luftschutzstollen

Die Fotografen des internationalen Kollektivs Full Frontal Flash gelten mit ihrer  Art der Straßenfotografie als die coolsten Typen der Szene.
Durch ihre unerschrockene Art, aus kürzester Entfernung Menschen unvermittelt frontal auf der Straße anzublitzen, haben sie eine sehr eigene Ästhetik und Bildsprache entwickelt
Ihre fotografischen Wurzeln sieht das 15-köpfige Kollektiv bei Richard Sandler. Ihre Vorbilder sind die Magnum Fotografen Martin Parr und Bruce Gilden. Ihre Bilder erinnern sogar an den Zeitungsreporterstil von Wee Gee.
Die Ergebnisse sind sehr beeindruckend und authentisch. Sie fordern den Betrachter geradezu heraus, in eine fortlaufende Debatte über die Wahrung der Persönlichkeitsrechte der abgebildeten Personen contra Freiheit der Kunst einzusteigen.
In Deutschland nur schwer vorstellbar, ist diese Form der Straßenfotografie in vielen Ländern nicht nur erlaubt, sondern wird auch mehr toleriert.
http://fullfrontalflash.com

Im Sommer ihres Gründungsjahres 2015 kamen fast alle Mitglieder des italienischen Fotokollektivs EyeGoBananas zum ersten Straßenfotografie-Festivals nach Iserlohn, zwei ihrer Mitgliedern sogar als Finalisten des Foto-Wettbewerbs „Under Construction“.
Seit dieser Zeit tauchen die Namen der sechs Freunde weltweit in den Siegerlisten der großen Festivals auf.
Ob Miami, Bangkok oder Brüssel, die Bananas mischen überall mit und haben sich durch ihre fröhliche und sympathische Art überall viele Freunde und Bewunderer geschaffen. Diesmal sind sie mit einer eigenen Ausstellung im Stollen der Stadtmauer vertreten und natürlich werden sie auch in diesem Jahr wieder den Weg über die Alpen auf sich nehmen, um Freunde zu treffen und ihre Fotokunst persönlich vorzustellen.
http://eyegobananas.com/

Full Frontal Flash und EyeGoBananas
Ausstellung im Stollen der Iserlohner Stadtmauer
14.07.2017 – 23.7.2017 täglich von  11 – 17 Uhr.
Der Eintritt ist frei

Motive von Ben Helton (Full Frontal Flash) mit Pigmenttinte frisch gedruckt auf hochglänzende Polyesterfolie, die anschließend semimatt laminiert wird.

 

Andy Spyra: Die geraubten Mädchen

Eine exklusive Bild-Text-Installation im Museum Haus Löwenberg (77723 Gengenbach) im Rahmen der Ausstellung Passion.Leidenschaft 2017 vom 1. April bis zum 25. Juni 2017.

Der ZEIT- Reporter Wolfgang Bauer reiste nach Nigeria, um mit jenen Mädchen zu sprechen, denen die Flucht aus den Händen der Terrorgruppe Boko Haram gelungen war. Sie berichteten von Ihrem Leben, vor ihrer Entführung, von ihren grausamen Erfahrungen während der Gefangenschaft und von ihren Träumen für eine bessere Zukunft. Diese Texte werden verknüpft mit den Foto-Portraits von Andy Spyra. Sie zeigen in größter Intensität die Mädchen und Frauen mit ihren Spuren des Erlebten und zugleich auf beglückende Weise deren Würde und Schönheit. Eine Ausstellung, die von Leid und Gewalt erzählt, aber auch von Mut. Und von Hoffnung.

In der Ausstellungs-Reihe Passion.Leidenschaft werden zeitgenössische Aspekte in Beziehung gesetzt zu den Gengenbacher Passionsteppichen. Diese Meisterwerke der Textilkunst um das Jahr 1600 erzählen auf der Grundlage von Holzschnitten von Dürer und aus der Dürer - Nähe die Leidensgeschichte in dramatischen Bildern. In Korrespondenz dazu treten die Übermalungen von Arnulf Rainer, eines der einflussreichsten Künstlers der Gegenwart. Mit ihrem direkten Bezug zu den Passionsteppichen aus Gengenbach und aus New York stellen sie Kunstwerke von internationalem Rang mit zugleich lokalem und regionalem Bezug dar. Von einer dramatischen Leidensgeschichte der Gegenwart berichtet begleitend die Fotoausstellung „Die geraubten Mädchen.“

Art Wolfe: The Night Fisherman

ART WOLFE: Earth Is My Witness – Die Erde ist mein Zeuge

Weltweit erste Retrospektive des US-Fotografen 2016 in Iserlohn eröffnet

Mit dem Projekt “Earth Is My Witness” stellt Art Wolfe erstmals die Höhepunkte seines langjährigen weltumspannenden Schaffens in einer großen Retrospektive vor – der umfassendsten Präsentation seines Werkes, die jemals gezeigt wurde und die seine grenzenlose Neugier auf die Welt veranschaulicht. Der Bogen spannt sich von exotischen Motiven in subtropischen Gefilden wie einem bunten Kamelmarkt in der indischen Stadt Pushkar bis zu den unwirtlichsten Gegenden auf diesem Planeten und beispielsweise dem Moment, in dem eine Eisbärin und ihre Jungen nach dem Winterschlaf ihre Eishöhle verlassen.

Die Ausstellung wurde exklusiv von der Städtischen Galerie Iserlohn und dem Stadtmuseum Schleswig gemeinsam mit dem Künstler und der Zirbes Medienagentur produziert. Die Bilder kommen als Pigmentdrucke auf Rauch Mediajet PhotoArt White Baryta spektakulär zur Geltung. In Iserlohn ist die Schau noch bis zum 1. Mai 2016 zu sehen. Danach kommt die Ausstellung vom 2. Juni (Eröffnung) bis zum 30. Oktober 2016 nach Schleswig in das Stadtmuseum.

Art Wolfe aus den USA ist einer der größten und bekanntesten Naturfotografen und Fotokünstler unserer Zeit. Unzählige Projekte führen ihn seit über fünf Jahrzehnten in die entferntesten Winkel der Erde. Seine preisgekrönten Fotografien von Naturwundern, Tieren und Menschen wurden in Hunderten von Publikationen veröffentlicht und weltweit in Museen und Galerien ausgestellt. Seit 1978 hat Art Wolfe mehr als 90 eigene Bücher herausgegeben und an zahlreichen Fernsehproduktionen mitgewirkt. „Das Werk von Art Wolfe ist überwältigend und atemberaubend“, sagte Robert Redford, der berühmte Schauspieler und Regisseur.

OBSERVE-Ausstellung in der Städtischen Galerie Iserlohn

Observe Collective

Internationale Straßenfotografie in der Städtischen Galerie Iserlohn

Die internationale Gruppe „Observe Collective“ formierte sich als wirtschaftlich unabhängige Vereinigung von 13 Fotografen im Anschluss an das „streetphotography now“-Projekt des Thames and Hudson Verlages, das 2012 weltweit für Furore sorgte. Einige Teilnehmer führten die Diskussionen, Aktivitäten und Arbeit im Anschluss an das Projekt fort. Daraus entwickelte sich die Gruppe, deren Mitglieder bis heute im permanenten kritischen Dialog miteinander stehen. Zahlreichen Presseartikel, Fachpublikationen und Preise belegen die hohe fotografische Qualität des Kollektivs. „Observe“ trägt maßgeblich dazu bei, den Begriff der Straßenfotografie weiterzuentwickeln und neu zu definieren.

Die Premieren-Ausstellung in der Städtischen Galerie zeigt einen repräsentativen Querschnitt mit mehr als 100 Arbeiten, die von uns mit Pigmenttinte auf dem echten Barytpapier Mediajet PhotoArt White Baryta gedruckt wurden.